Hagelabwehr
Die Hagelabwehr der Region Stuttgart
Seit 1980 wird in der Region Stuttgart Hagelabwehr durch das Einbringen von Silberjodid in Gewitterwolken mit Flugzeugen betrieben. Dabei waren im Zeitraum zwischen 1990 und 1995 zwei Flugzeuge im Einsatz. In den Jahren 1996 bis 2006 stand für die Hagelabwehr nur noch ein Flugzeug zur Verfügung, seit 2007 gibt es wieder zwei Hagelflieger.
Zwischen Mai und Oktober werden durchschnittlich 25 bis 30 Flugeinsätze von der Firma RainerSchopf GmbH aus Gerlingen mit einer eigens dafür ausgerüsteten zweimotorigen Partenavia P 68 durchgeführt.
Die meteorologische Projektleitung wurde im Frühjahr 1999 von Professor Müller von der Uni Hohenheim an Herrn Dr. Hermann Gysi und sein meteorologisches Beratungs- und Überwachungsbüro Radarinfo Südwest-Wetter in Karlsruhe übergeben.
Die Zuständigkeit der Hagelabwehr liegt bei Herrn Georg Enssle, Geschäftsbereich Landwirtschaft des Landratsamts Rems-Murr-Kreis.
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Bild: Wirkung der Gewitterentwicklung durch die Einbringung von Silberjodid in den Aufwind bereich einer Gewitterwolke. Durch die große Anzahl von Kristallisationskeimen verteilt sich der Wasserdampf in der Wolke auf viel mehr - aber dafür kleinere Teilchen, die bis zum erreichen des Bodens in der Regel wieder schmelzen. (Quelle: Transmission, Sept. 2004) |
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Gewitter- und Hagelschadensentwicklung![]() |
Abb. 1: Anzahl Hageltage pro Jahr in Baden-Württemberg nach Daten der SV Versicherung. Die Hageltage sind definiert durch Überschreitung verschiedener Schwellenwerte an Schadenmeldungen. (Quelle: KLARA Abschlussbericht). Sowohl die Anzahl der Hageltage (Abb.1) als auch die kumulierte Hagelschadenssumme (Abb.2) haben in den letzten Jahren in Baden-Württemberg stark zugenommen. Dagegen hat die kumulierte Hagelschadenssumme in dem durch die Hagelabwehr behandelten Gebiet (Abb. 2, gestrichelte Linie) viel weniger stark zugenommen. |
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Abb. 2:Kumulierte Hagelschadenssummen im Schutzgebiet und in Baden-Württemberg ohne Schutzgebiet zwischen 1950 und 1995. Das Jahr 1980 markiert den Beginn der Hagelabwehr. Gut zu erkennen ist das starke Auseinanderlaufen der Schadenssummenentwicklung im Überwachungsgebiet und im übrigen Baden-Württemberg ab 1980. (Quelle: Statistisches Landesamt Ba-Wü) |


